Freitag, 7. Dezember 2018

Rezension zu "Faschismus - eine Warnung" von Madeleine Albright




Inhalt

Weltweit kommt es zu einem Wiedererstarken anti-demokratischer, repressiver und zerstörerischer Kräfte. Die ehemalige amerikanische Außenministerin Madeleine Albright zeigt, welche großen Ähnlichkeiten diese mit dem Faschismus des 20. Jahrhunderts haben. Die faschistischen Tendenzen treten wieder in Erscheinung und greifen in Europa, Teilen Asiens und den Vereinigten Staaten um sich.
Albrights Familie stammt aus Prag und floh zweimal: zuerst vor den Nationalsozialisten, später vor dem kommunistischen Regime. Auf Grundlage dieser Erlebnisse und der Erfahrungen, die sie im Laufe ihrer diplomatischen Karriere sammelte, zeichnet sie die Gründe für die Rückkehr des Faschismus nach. Sie identifiziert die Faktoren, die zu seinem Aufstieg beitragen und warnt eindringlich vor den Folgen.
Doch Madeleine Albright bietet auch klare Lösungsansätze an, etwa die Veränderung der Arbeitsbedingungen und das Verständnis für die Bedürfnisse der Menschen nach Kontinuität und moralischer Beständigkeit. Sie zeigt, dass allein die Demokratie politische und gesellschaftliche Konflikte mit Rationalität und offenen Diskussionen lösen kann.

Autorin


Madeleine Albright wurde 1937 als Madlenka Korbelová in Prag geboren. Ihre Familie emigrierte 1948 in die USA. Sie war von 1997 bis 2001 unter Präsident Bill Clinton Außenministerin der USA. Seit den Siebzigerjahren prägte Albright die amerikanische Innen- und Außenpolitik als Mitglied der Demokratischen Partei. Von 1978 bis 1981 war sie Mitglied des US-amerikanischen Nationalen Sicherheitsrats und ab 1993 US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen. Seitdem ist sie als Universitätsdozentin tätig und leitet eine Consulting-Firma in Washington. Auch nach dem Ausscheiden aus dem Amt ist Albright weiterhin eine wichtige Stimme der internationalen Politik und gehört zu den beliebtesten Politikern der USA.
Bernhard Jendricke arbeitet seit mehr als dreißig Jahren beim Übersetzerkollektiv Druck-Reif. Er übersetzte u. a. Texte von Clare Clark, Frank Stella, Gore Vidal, Adam Grant und Hillary Clinton.
Thomas Wollermann ist ebenfalls Mitglied des Übersetzerkollektivs Druck-Reif. Gemeinsam mit Bernhard Jendricke übersetzte er Texte von Noam Chomsky und Peter Heather.

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten 
Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; Auflage: 4 (6. August 2018) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 9783832183615 
ISBN-13: 978-3832183615
zu kaufen: https://amzn.to/2QfkLuu


Meine Meinung

Madeleine Albright, US-Außenministerin unter Clinton schreibt ein Buch zur Warnung vor dem Faschismus. Ihre Familie, aus Prag stammend, war selbst Opfer des Nationalsozialismus. Vielleicht deshalb, ist das Buch für sie persönlich und als Politikwissenschaftlerin so von Bedeutung.
Zu Beginn des Buches stehen Erinnerungen an den Faschismus unter Hitler - die Flucht ihrer Familie davor und später dann die Flucht vor dem Kommunismus - der, wie sie meint, das Ende der Demokratie in ihrer Heimat war. Fast alle Mitglieder ihrer Familie sind beim Holocaust ermordet wurden. In den USA fand die Familie eine neue Heimat.
Es folgt ein kurzer Abriss ihres Werdegangs und ein kurzer Überblick über politische Umschwünge in der Welt. Für sie ist Trump ein Grund dafür, dass man heute im 21.Jahrhundert wieder vom Faschismus sprechen muss...An vielen Beispielen zeigt sie nun auf, wie Trumps Politik die Politiker in den anderen Ländern auf negative Art und Weise beeinflusst.
"... der Faschismus ist tatsächlich in Mode gekommen und schleicht sich wie eine Schlingpflanze in den gesellschaftlichen und politischen Diskurs ein..." stellt die Autorin fest.
Es werden von ihr Fragen aufgeworfen, wie zB: "Ist Faschismus eine politische Ideologie oder eher ein Mittel zur Erringung von Macht und deren Erhalt? Wie sehen die Taktiken der Führer aus? "
Sie schreibt über die Rolle von Facebook und gefälschten Websiten zur Verbreitung von Lügen durch extremistische Organisationen.
Weitere Kapitel beschäftigen sich mit dem Faschismus in Italien unter Mussolini und des deutschen Faschismus unter Hitler. Sie geht auf den spanischen Bürgerkrieg ein und schreibt über den Nazi- Rassenwahn, der auch über die Grenzen Europas hinausging.
Ihre weiteren Ausführungen geben eigene politische Erfahrungen wieder, anhand von Beispielen in  Lateinamerika, der Türkei, Rußland ua.
Zusammenfassend stellt die Autorin fest, dass nur die Erhaltung der Demokratie ein Land vor dem Faschismus bewahren kann.
Wer  hier erwartet hat ein wissenschaftlich fundiertes Buch zu erhalten, dass die wahren Gründe für das Erstarken des Faschismus auf der Welt und wie man es vereint verhindern kann, aufzeigt, ist sicherlich enttäuscht. Es ist vielmehr eine subjektive Reflexion zu historischen und heutigen Erscheinungen des Faschismus, deren es aber an Differenzierung mangelt.
Das Buch ist aber eine gute Grundlage, um Diskussionen über den Faschismusbegriff  und seine Inhalte anzufachen, um so näher an die Aufklärung zu kommen, wie wir ein Erstarken neonazistischer Ideologie verhindern können.

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Rezension zu "Ludwig Salvator, ginka steinwachs- Sommerträumereien am Meer 1912/ 2018"


Inhalt

Die mallorqiner „Sommerträumereien“ von Erzherzog Ludwig Salvator und Ginka Steinwachs gehören in jede Reisetasche. Sie werden im Flieger gelesen, im Hotel, am Strand und auf der eigenen Finca. Zusammen ergeben sie ein leichtes Buch – ein Buch, das beim Lesen ein Gefühl von Leichtigkeit des Seins vermittelt. 

"wir schreiben das jahr 1912. bei heinrich mercy & sohn in prag, dem verlag von franz
kafka, erblickt ein konvolut das licht der welt, welches von geburt an klassiker ist. es handelt vom meer. jede zeile ruft: mehr meer her! und lädt den leser ein, zu baden. der leser folgt dem aufruf. er gibt sich dem spiel von himmel nur und welle hin. sein schwimmen, sein mit dem text schwimmen, ist ein gespräch. zwar antwortet das meer nie direkt auf fragen, aber es lässt mit sich reden. ein mann, der alte mann und das meer, hat einmal, es war einmal und es war einmal wahr, vierzig jahre lang daran gesessen. der mann, eine k. & k.-hoheit, erkennt im meer den wiener hof. und wir erkennen darin das fruchtwasser der schöpfung. es verjüngt und hält ewig jung. beweis: wer seinen augen traut, der buchstabiert wind und welle und sieht ihn hier im jetzt noch immer an der foradada sitzen, dem felsen mit dem nadelöhr ins himmelreich."
deià, mallorca, 2003.

Autorin 

Ginka Steinwachs ist Dichterin, Dozentin, visuelle Poetin und Performerin.  Gisela Steinwachs,so ist ihr richtiger Name wuchs in Göttingen auf. Nach dem Abitur studierte sie Philosophie, vergleichende Literaturwissenschaft ua. in München, Berlin und Paris. 1970 promovierte sie an der Freien Universität in Berlin.
Seit 1974 war sie als freie Schriftstellerin unter dem Namen Ginka Steinwachs in Berlin und Hamburg ansässig; daneben tritt sie seit 1982 als Performerin mit eigenen Texten auf. Von 1974 bis 1976 leitete sie Schreibkurse in Erlangen; 1981/82 war sie als Regieassistentin an einem Theater in Barcelona tätig. 1988/89 hatte sie eine Gastprofessur für Poetik an der Universität Hamburg inne, 1999 war sie  am University College in Dublin tätig. Die Autorin lebt heute in Berlin und auf Mallorca.
  
Taschenbuch: 144 Seiten 
Verlag: Passagen; Auflage: 2. (1. Oktober 2018) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3709203449 
ISBN-13: 978-3709203446
zu kaufen: https://amzn.to/2KZYsTP

Meine Einschätzung

In einer Literatursendung wurde auf dieses Büchlein aufmerksam gemacht. Als ich Textauszüge von den "Sommerträumereien am Meeresufer" hörte, wollte ich unbedingt mehr über den Dichter wissen, denn seine Verse haben mich sehr berührt.
Ludwig Salvator war Erzherzog von Österreich und Prinz von Toskana. Er ist heute vor allem durch seine naturwissenschaftlichen und landeskundlichen Studien des Mittelmeerraums bekannt. Gelebt hat er von 1847 bis 1915.
Im ersten Kapitel dieses Buches erfährt der Leser durch die Autorin Ginka Steinwachs mehr über das Leben von Ludwig Salvator. Wie er als junger Österreicher aus dem Hochadel zur Marine kam...denn er hatte sich entschlossen, das Hochseekapitänspatent zu erlangen. Er erwarb 1873 ein Schiff - die„Nixe“,  eine Dampfsegelyacht, die er als sein eigentliches Zuhause nutzte. Er befuhr jahrzehntelang das Mittelmeer, meist in Begleitung von etwa 20 Personen, sowie Hunden, Katzen, Vögeln, Affen und allerlei anderem Getier, sodass Zeitgenossen das Schiff spöttisch als „Arche Noah“ bezeichneten. Neben der Schifffahrt galt sein besonderes Interesse der wissenschaftlichen Erforschung unbeachteter Inseln und Küstenstriche. Besonders Mallorca hatte es ihm angetan und er wohnte eine zeitlang dort.
Von seinen ausgedehnten Wanderungen gibt es viele Zeichnungen und Notizen, die er von einem Buchverleger in Prag in aufwendigen gestalteten Büchern drucken ließ. In ihnen beschreibt er die Landschaft, Flora, Fauna, Bevölkerung und Kultur seiner Aufenthaltsorte.
Über die Balearen schrieb er ein siebenbändiges Werk, das auch heute noch die damalige Zeit auf den Inseln darstellt.
Die "Sommerträumereien am Meeresufer" sind 1912 erschienen und jetzt als Nachdruck in diesem Buch.
Im 2. Kapitel des Buches nimmt uns Ginka Steinwachs mit in ihr heutiges Mallorca und zeigt uns die wichtigsten Plätze, die Salvator in seinen Träumereien beschreibt. Sie beschreibt uns seine Lieblingsplätze und lässt uns bildhaft teilhaben mit welcher Freude und inneren Gefühlen er am Ufer des Meeres sitzt und es erlebt.
Im nächsten Kapitel landen wir direkt in Mallorca und geben uns auf eine Wanderung zum Herrenhaus von Salvator und weiter zum Meer und wir erreichen den Ort, den er so poetisch beschrieben hat in seinen "Sommerträumereien am Meeresufer"...
Nun beginnen im nächsten Kapitel "Die Sommerträumereien am Meeresufer".
Ludwig Salavator nimmt uns mit in die Natur. Führt den Leser vor Augen, welchen Reichtum die Natur für jeden Menschen bereit hält, egal welcher Herkunft er ist. Er rüttelt uns auf, besonders den Kindern die Schönheiten der Natur nahe zu bringen. Diese Mahnung hat heute an ihrer Aktualität nichts verloren, wo doch jetzt mehr am Handy und Computer gespielt wird, als raus in die Natur zu gehen und ihre Schönheiten zu entdecken.
In seinen poetischen Beschreibungen bringt er dem Leser nicht nur die Landschaft am Meer näher, sondern auch die Meeresbewohner, die er genau beobachtet hat.
Er beschreibt das Meer in seinen unterschiedlichen Farben, so dass man beim Lesen glaubt, am Ufer zu stehen: " Das Meer vom zarten, blassen Kobaltblau, ganz spiegelglatt, zeigt von der Ferne gesehen, wie dunklere Pinselstriche durch Strömung oder durch leichten Hauch verursacht."
In den folgenden Kapiteln gibt Ginka Steinwachs einige Ratschläge zu den besten Stellen in den Träumereien und wie man sie in seinen Alltag einbinden kann.
Illustriert ist das Buch mit Zeichnungen und Fotografien von Ludwig Salvator.
Mir hat dieses Buch sehr unterhaltsame poetische Stunden geschenkt und ich denke es ist nach nunmehr über 100 Jahren Zeit, dass die "Sommerträumereien am Meeresufer" wieder viele Leser verzaubern und ihnen die Augen öffnen, um die Wunder unserer Natur aufmerksamer zu entdecken und zu verstehen.

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Rezension zu "Berlin mit Kind 2019"

Inhalt

BERLIN MIT KIND 2019: Familien-Freizeit-Guide und Reiseführer für Berlin mit Kindern. Mit 1000 Ideen für jedes Alter und Wetter.

Was machen wir heute? BERLIN MIT KIND 2019 hat tausend Ideen parat, was man mit Kindern spontan in Berlin unternehmen kann. Der aktuelle Reiseführer wird auch von Berliner Familien als Inspirationsquelle und zur Orientierung durch die Angebotsvielfalt der Hauptstadt genutzt.

Wie leben Berliner Familien den Spagat zwischen Urban Lifestyle und Sehnsucht nach Natur? Wohin führen de schönsten Ausflüge in Berlin und Umland? Wo ist man in Berlin mit Baby willkommen? Welche Läden empfehlen Berliner Bloggerinnen? Was tut sich in den Kiezen für Familien? Welche Orte muss man gesehen haben? Welche Veranstaltungshighlights sollte man 2019 nicht verpassen? All das und viel mehr hat die HIMBEER Redaktion in der 8. komplett aktualisierten Neuauflage zusammengetragen und mit vielen persönlichen Empfehlungen versehen.

Autoren


HIMBEER ist das Stadtmagazin für Berlin mit Kind. Seit 2008 informiert das zweimonatliche erscheinende Familienmagazin über alles, was die Hauptstadt Kindern und Familien zu bieten hat. Der unabhängige HIMBEER Verlag gibt zudem seit 2011 den Familien-Freizeit-Guide BERLIN MIT KIND heraus, der jedes Jahr komplett aktualisiert wird. Auf der Webseite berlinmitkind.de finden sich darüber hinaus immer aktuelle Veranstaltungsempfehlungen, Ausflugstipps und Angebote für alle Leute, die mit Kindern Berlin erleben möchten.

Taschenbuch: 212 Seiten 
Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; Auflage: 1 (12. November 2018) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3832183809 
ISBN-13: 978-3832183806


Meine Einschätzung 

Dieser Familien- Freizeit -Guide gibt einen umfassenden Überblick was man mit Familie - aber auch einzeln in Berlin unternehmen und entdecken kann. Er beinhaltet 1000 verschiedene Ideen, was man spontan mit Kindern in unserer Hauptstadt unternehmen kann.
Man erfährt Interessantes über einige Sehenswürdigkeiten in Berlin, es werden Shoppingtipps in verschiedenen Bezirken Berlins vorgestellt und Bloggerinnen verraten ihre Lieblingsshops in der Stadt. Es werden spezielle Läden in verschiedenen Kiez und ihre Inhaber vorgestellt.
Es gibt eine Übersicht über Berliner Festivals 2019, die auch besonders für Familien interessant sein dürften. Ein Abschnitt ist überschrieben mit " Kulturgenuss für Kinder in Berlin" und gibt Einblicke welche Museen, Kulturzentren, Theater usw. interessant sind mit Kindern zu besuchen.
Wo man mit Kids in und um Berlin aktiv sein kann- zeigt ein anderer Abschnitt auf, in dem Parks, Gärten, Zoos, Schwimmbäder, Sportzentren ua. vorgestellt werden.
Für Ausflüge am Wochenende oder in den Ferien wirbt man in den Abschnitten "Ausflüge am Wochenende" und " Unterwegs in Brandenburg" .
Persönliche Erfahrungen und Tipps geben Berliner Kinder und Eltern, die in einzelnen Geschichten mit ihren Aktivitäten vorgestellt werden.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein sehr unterhaltendes Buch ist, das neugierig auf Berlin und ihre Umgebung macht. Geschrieben nicht nur für dort Wohnende, sondern auch als Anregung interessante Tage in Berlin zu erleben.
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der Berlin erkunden möchte.





Dienstag, 4. Dezember 2018

Rezension zum Hörbuch "Gert Westphal liest Die schönsten Gedichte und Geschichten zu Weihnachten"

Inhalt

O Freudenzeit, o Wundernacht: Weihnachten mit Gert Westphal

Geschichten und Gedichte vorgelesen zu bekommen, ist immer ein großes Vergnügen, ganz besonders aber zur Weihnachtszeit. Wenn dann noch die Jahrhundertstimme Gert Westphal liest, vergisst man, was man sonst noch vorhatte, setzt sich, gießt sich versonnen eine Tasse Tee ein und findet sich in einer anderen Welt wieder. „Er brachte die Literatur zum Klingen. Und die Fülle dessen, was er las, einfühlsam aber auch bildhaft und lebendig, lässt sich nur noch in Tagen, Wochen oder Monaten messen.“ (MANNHEIMER MORGEN)

Mit einer bisher unveröffentlichten Erzählung von Gert Westphal und stimmungsvoller Orgelmusik von Johann Sebastian Bach, Dietrich Buxtehude u. a.

Autor

Gert Westphal wurde am 5. Oktober 1920 in Dresden als Sohn eines Fabrikdirektors geboren. Nach einer Schauspieler-Ausbildung am Dresdner Konservatorium erhielt er 1945 sein erstes Engagement an den Bremer Kammerspielen, nebenbei begann er bei Radio Bremen als Hörspiel-Sprecher zu arbeiten. Bereits 1948 avancierte er zum Oberspielleiter und Chef der Hörspielabteilung von Radio Bremen.
1953 wechselte Gert Westphal zum Südwestfunk in Baden-Baden, wo er bis 1959 die Hörspielabteilung leitete und zeitweilig auch Chefregisseur der Fernsehspielabteilung war. Zum Theater kehrte er 1960 als Ensemble-Mitglied des Züricher Schauspielhauses zurück, dem er bis 1980 angehörte. Seitdem war er freiberuflich als Schauspieler und Regisseur tätig, vor allem aber als Rezitator auf der Bühne und im Rundfunk, auf Schallplatte und CD.
Im Jahr 1984 bezeichnete ihn die ZEIT als 'König der Vorleser' und qualifizierte seine Vortragskunst als virtuose Inszenierung eines 'akustischen Ein-Mann-Theaters'. Er verstarb 2002 in Zürich. 

Audio CD 
Verlag: der Hörverlag (8. Oktober 2018) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 9783844530407 
ISBN-13: 978-3844530407
zu kaufen: https://amzn.to/2RzITVd

Meine Einschätzung

Adventszeit ist für mich auch die Zeit des gegenseitigen Vorlesens und dabei Abschalten vom hektischen Alltag. Das kann man hier sehr gut mit dieser CD. Für über eine Stunde taucht man ein in literarische Texte von ua. Joseph von Eichendorff, Ludwig Thoma, Matthias Claudius, Eduard Möricke, Theodor Storm, Gottfried Keller, Theodor Fontane, Wilhelm Busch. Zwischen den Texten kann man stimmungsvolle Orgelmusik von Johann Sebastian Bach und Dietrich Buxtehude genießen.
Im Begleitheft wird kurz auf die Klassiker eingegangen. Man erfährt auch Interessantes über das Sator Quadrat, das Gert Westphal in seiner bisher unveröffentlichten und auf dieser CD enthaltenen Erzählung " Was der dritte König erzählte" erwähnt.
Es ist ein Mitschnitt einer Abendveranstaltung in der Gutskapelle Barnstedt am 11.12.1988.
Für mich ist es eine wahres Vergnügen Gert Westphal beim Vortragen der Texte zuzuhören. Seine warme Stimme, mit der er einfühlsam vorträgt, entführt den Zuhörer in eine andere Welt. Man glaubt sich auf dem Weihnachtsmarkt Ende des 19.Jahrhunderts zu sein, freut sich mit Gottfried Keller über den ersten Schnee...Beim Gedicht "Knecht Ruprecht" von Theodor Storm sehe ich die gütigen Augen meines Großvaters vor mir, der uns Kindern zu Weihnachten dieses Gedicht mit viel Gefühl vorgetragen hat...Von der Orgelmusik wird man getragen und eingestimmt auf die Weihnachtszeit.
Ich kann diese CD nur jedem empfehlen. Sie verschönert die Adventszeit und ist auch ein schönes Geschenk zur Weihnachtszeit.

Montag, 3. Dezember 2018

Rezension zu " Musik!"von Roger Willemsen

Inhalt 

Keine andere Kunst nahm Roger Willemsen so persönlich wie die Musik: Sie war von früh an Komplizin, als es darum ging, das Leben zu verdichten. Willemsens Liebeserklärungen an den Jazz, seine Verbeugungen vor den klassischen Komponisten, seine scharfe Verteidigung der künstlerischen Existenz, vor allem aber sein tiefes Verständnis für die Musiker und ihre Themen sind legendär. Seine einzigartigen Texte »über Musik« sind weit mehr als das: Sie sind Ausdruck eines Lebens »entlang jener Linie, an der man Dinge macht, die aus Freude bestehen oder aus Aufregung, aber nie aus Gleichgültigkeit«. Roger Willemsens Hommage an die Musik und ihre Heldinnen und Helden gibt einem das Gefühl, am Leben zu sein.

Autor 

Roger Willemsen, geboren 1955 in Bonn, gestorben 2016 in Wentorf bei Hamburg, arbeitete zunächst als Dozent, Übersetzer und Korrespondent aus London, ab 1991 auch als Moderator, Regisseur und Produzent fürs Fernsehen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis in Gold, den Rinke- und den Julius-Campe-Preis, den Prix Pantheon-Sonderpreis, den Deutschen Hörbuchpreis und die Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft. Willemsen war Honorarprofessor für Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin, Schirmherr des Afghanischen Frauenvereins und stand mit zahlreichen Soloprogrammen auf der Bühne. Zuletzt erschienen im S. Fischer Verlag seine Bestseller ›Der Knacks‹, ›Die Enden der Welt‹, ›Momentum‹ und ›Das Hohe Haus‹. Über sein umfangreiches Werk gibt Auskunft der Band ›Der leidenschaftliche Zeitgenosse‹, herausgegeben von Insa Wilke.
Literaturpreise:
Rinke-Preis 2009
Julius-Campe-Preis 2011
Prix Pantheon-Sonderpreis 2012
  
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten 
Verlag: S. FISCHER; Auflage: 1 (4. Oktober 2018) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3103973837 
ISBN-13: 978-3103973839
 zu kaufen: https://amzn.to/2KXnXW1

Meine Einschätzung

Am Beginn des 1. Kapitels mit der Überschrift " An die Musik"  stehen folgende Worte von Roger Willemsen: "Musik höre ich wehrlos, deshalb stört sie mich in öffentlichen Räumen auch oft. Sie absorbiert mich. Ich kann neben ihr kaum einen Gedanken fassen. Für kaum etwas bin ich so dankbar wie für die Entdeckung neuer, unbekannter, sprechender Musik."
In diesem Buch lässt der Autor uns teilhaben an seinen Gedanken zu verschiedenen Musikformen. Insa Wilke hat die Texte von ihm zur Musik in diesem Buch zusammengefasst.
Es finden sich Texte zu Werken von ua. :
  • Chris Connor
  • Charlie Haden
  • Miles Davis
  • John Coltrane
  • Frank Chastenier
  • Volker Kriegel
  • Michel Petrucciani
  • Johann Sebastian Bach
  • Wolfgang Amadeus Mozart
  • Nat King Cole
Eigentlich ist es ein Buch, in dem vor allem dem Jazz große Bedeutung beigemessen wird. Für Roger Willemsen war Jazz die klassische Musik des 20. Jahrhundert. Er  geht auf viele Komponisten und ihre Werke dieser besonders von ihm geliebten Musikrichtung ein. Er zeigt auf, wie man mit Melodien bestimmte Gefühle, wie Trauer, Liebesschmerz , Heimweh, Abschied... zum Ausdruck bringen kann. Er zeigt die Entwicklung der Musik an vielen Beispielen.
Sehr interessant finde ich den Abschnitt des Buches, der sich mit Klassik und Jazz beschäftigt.
Da beschreibt er zum Beispiel die verblüffende Übereinstimmung im Sound zwischen Klassik und Jazz und beweist es anhand von Werken von Ludwig van Beethoven. Er führt uns vor Augen, dass im Septett Es Dur von Beethoven Motive des Swings in der Melodie enthalten sind.
Diese Zusammenhänge von klassischer Musik und Jazz beschreibt der Autor in Texten auch zu anderen berühmten Komponisten aus beiden Genres.
Im Abschnitt des Buches mit Titel "Unterwegs" erzählt Roger Willemsen von seinen Erlebnissen in der Welt der Musik bei seinen Reisen in verschiedene Länder.
Dazu stellt er fest: " Die geschichtliche und die soziale Bedeutung der Musik verändern sich in jedem Kulturraum. In manchen Regionen ist eine Trennung zwischen klassischer und unterhaltender Musik unbekannt. " Er bringt Vergleiche zwischen westlicher und Musik, die verhaftet ist mit Traditionen und Überlieferungen. Er nimmt uns mit auf eine Reise in andere musikalische Kulturen, zB. nach Äthiopien, Mali, Afghanistan, Schottland...
Er beschreibt seine Gedanken zur Volks- und Heimatmusik, Popmusik, deutschen Schlager, Helene Fischer, Pink Floyd. Es sind seine persönlichen Meinungen zu diesen Musikrichtungen und Interpreten.
Im Nachwort von Insa Wilke, der Herausgeberin dieses Buches, erfahren wir mehr über den Musikliebhaber Roger Willemsen, der es liebte den Tag mit Klassik zu beginnen und mit Jazz zu beenden. Seine WDR Radiosendung "Gefühlsausbrüche" und die NDR Reihe "Willemsen legt auf" waren beim Publikum sehr beliebt.
Wir erfahren, nach welchen Kriterien seine Texte aus dem Ordner "Musik" für dieses Buch ausgewählt wurden und aus welchem Anlass sie entstanden sind.
Mich hat dieses Buch sehr gut unterhalten. Viel Neues habe ich über verschiedene Musikrichtungen erfahren. Es ist ein Buch entstanden, das an einen großen Journalisten und Musikfreund erinnert.
Ein Geschenktipp- nicht nur zu Weihnachten.


Sonntag, 2. Dezember 2018

Rezension zu "Die Liebesbriefe von Montmartre" von Nicolas Barreau

Inhalt

Als seine Frau Hélène mit nur dreiunddreißig Jahren stirbt, ist Julien Azoulay, ein Autor von Liebeskomödien, am Boden zerstört. Doch Hélène hat ihrem Mann ein Versprechen abgenommen: Julien soll ihr nach ihrem Tod dreiunddreißig Briefe schreiben – für jedes gelebte Lebensjahr einen. Verwundert stellt Julien fest, dass ihn das Schreiben der Briefe auf seltsame Weise tröstet. Er berichtet Hélène von dem Leben, das er jetzt ohne sie führen muss. Von seiner Liebe, die keine Antworten mehr bekommt. Von ihrem Sohn Arthur, der keinen traurigen Papa möchte. Von Cathérine, die ihn so gern trösten will, aber selbst zu unglücklich ist über den Tod ihrer Freundin. Hélène liegt auf dem Friedhof am Montmartre begraben, und dort, in ein Geheimfach am Grabstein, legt Julien seine Korrespondenz. Doch eines Tages sind alle Briefe verschwunden. Statt ihrer entdeckt Julien ein kleines Herz aus Stein. Julien ist fassungslos. Er hat keinem Menschen von den geheimen Briefen erzählt. Und noch seltsamer: Auf jeden Brief, den er nun schreibt, erfolgt eine »Antwort«: ein Gedicht von Prévert, Kinokarten für Orphée, ein Vergiss-mein-nicht-Sträußchen ... Was Julien nicht ahnt, ist, dass jemand ihn beobachtet. Jemand, der seine Briefe liest und den mit seinem Schicksal hadernden Mann mit sanfter Hand in die Welt der Lebenden zurücklenken will. Jemand, der sich in ihn verliebt hat …

Autor 

Nicolas Barreau hat sich mit seinen im Thiele Verlag erschienenen Romanen Die Frau meines Lebens, Du findest mich am Ende der Welt und Eines Abends in Paris ein begeistertes Publikum erobert. Sein Buch Das Lächeln der Frauen brachte ihm den internationalen Durchbruch, es erschien in 36 Ländern, war in Deutschland mit weit über einer Million verkauften Exemplaren „Jahresbestseller 2012“ und wird seit drei Jahren in unterschiedlichen Inszenierungen an deutschen Theatern gespielt. Auch mit Menu d’amour, Paris ist immer eine gute Idee und dem SPIEGEL-Bestseller Das Café der kleinen Wunder (2016), der auch ein internationaler Erfolg wurde, bezauberte er seine Leserinnen und Leser. 

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten 
Verlag: Thiele & Brandstätter Verlag (4. September 2018) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3851794109 
ISBN-13: 978-3851794106
zu kaufen: https://amzn.to/2zFGsJQ

Meine Einschätzung

Der Titel des Buches und das Cover haben mich auf diese Geschichte schon neugierig gemacht.  Ich kannte vorher den Autor noch nicht, aber ich weiß nun, dass es sicher nicht der letzte Roman dieses Autors gewesen ist, den ich lese. Er hat mich mit seinem Schreibstil einfach begeistert.
Durch ihn bin ich jetzt sogar neugierig auf Paris geworden, denn er beschreibt diese Stadt so bildhaft, dass man beim Lesen denkt, mittendrin zu sein.
 Es ist mit das Schlimmste, wenn eine glückliche Familie durch den Tod auseinandergerissen wird. Dieses Schicksal müssen der Schriftsteller Julien und sein kleiner Sohn erleben, als plötzlich seine Frau unheilbar erkrankt. Vor ihren Tod nimmt sie aber Julien noch ein Versprechen ab, er soll ihr 33 Briefe schreiben, für jedes ihrer Lebensjahre einen, in dem er ihr von seinem Leben nach ihrem Tod erzählt. Julien lässt ein Geheimfach in den Grabstein von seiner Frau einbauen, in das er Briefe und Zeichnungen von seinem Sohn hineinlegt.
Die Trauer um seine Frau hat bei ihm eine Schreibblockade hervorgerufen und er funktioniert nur noch für seinen Sohn. Die beste Freundin seiner Frau, sein bester Freund Alexandre, seine Mutter, sein Verleger und Sophie, die auf dem Friedhof Grabsteine restauriert, versuchen ihn aus seiner Trauer und Lethargie zurück ins Leben zu bekommen und unterstützen ihn auf vielseitige Art. Auch sein kleiner Sohn möchte keinen traurigen Vati mehr haben....
In den Briefen an seine Frau beschreibt er seine Trauer und am Anfang glaubt er nie wieder glücklich sein zu können. Doch als eines Tages alle Briefe aus dem Geheimfach verschwunden sind und stattdessen verschiedene Gegenstände für ihn hineingelegt werden, die immer mit den Inhalten der Briefe einen Zusammenhang haben, wird Julien wieder neugierig auf das Leben...Werden diese Botschaften ihm helfen seine Trauer zu verarbeiten? Und wird es für ihn ein Happy End geben?
Die Geschichte spielt rund um den Montmartre und dort vor allem auf dem Friedhof Cimetière de Montmartre. Beim Lesen begleitete ich Julien auf dem Friedhof und glaubte mitten in den Gräberreihen zu stehen. Der Roman ist so warmherzig geschrieben, das man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die literarischen Gestalten sind sehr gut beschrieben und man möchte Mitglied dieses Freundschaftsbundes sein.
Die Geschichte von der Kraft der Liebe über den Tod hinaus, Freundschaft und Zusammenhalt hat mir wunderschöne Lesestunden geschenkt und ich kann das Buch nur wärmstens weiterempfehlen.

Montag, 26. November 2018

Rezension zu Melancholia. Zauber vergessener Welten. Bildband zu den schönsten Lost Places in Italiens Süden. Bewegende Texte von Petra Reski. Neues fotografisches Meisterwerk von Sven Fennema








Inhalt

Auf seiner Suche nach Orten der verlorenen Zeit entdeckte Fotograf Sven Fennema unzählige Orte majestätischer Schönheit in Mittel- und Süditalien: In versunkenen Kirchen, Mühlen, einst schmuckvollen Anwesen, majestätischen Höfen und zurückgelassenen Fabrikhallen lassen sich viele alte Geschichten lesen. Unnachahmliche Fotografien zerstörter Bergdörfer, vergessener Friedhöfe und ausgeräumter Psychiatrien gehen als Fantasiewelten mit morbidem Charme unter die Haut. Berührend.


Autoren


Sven Fennema, 1981 geboren, kam 2007 als Autodidakt zur Fotografie und nimmt seit 2009 an nationalen und internationalen Ausstellungen und Publikationen teil. Viele Reisen führten ihn zu verlassenen Orten in ganz Europa. Für seinen ersten groß angelegten Bildband »Nostalgia« recherchierte er im Norden Italiens. Seine Bilder werden auch von der Galerie Lumas vertreten. Er lebt in Krefeld.

Petra Reski ist Journalistin und Schriftstellerin und lebt in Venedig. Seit 1989 schreibt sie über Italien, nicht nur Reportagen und Sachbücher, sondern auch Romane. Eines ihrer Themenschwerpunkte ist die Mafia. Zuletzt erschien von ihr der Roman „Bei aller Liebe“ - der dritte Band ihrer Palermo-Trilogie, in deren Mittelpunkt eine sizilianische Antimafia-Staatsanwältin steht.

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten 
Verlag: Frederking & Thaler Verlag GmbH; Auflage: 1 (30. Oktober 2018) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3954162636 
ISBN-13: 978-3954162635
zu kaufen: https://amzn.to/2PSyqrg


Meine Einschätzung

Dieser gewaltige Bildband entführt in verlassene geheimnisvolle Ort in Süditalien. Es ist der zweite Band seiner Italienfotos des Fotografen Sven Fennema. Sein erster Bildband "Nostalgia" zeigt Fotos aus Norditalien.
Schon der Einband ist überwältigend - Leineneinband und Goldlettern als Titelschrift. Die brilliant aufgenommenen Fotos sind auf dickem Papier in wunderbaren Farben gedruckt und bei einer Größe von 30,1 x 4 x 38,2 cm und einem enormen Gewicht, braucht man schon beide Hände und eine stabile Unterlage, um in diesem außergewöhnlichen Bildband zu blättern.
Die Texte zu den einzelnen Orten sind von der Journalistin und Schriftstellerin Petra Reski geschrieben. Sie geht dabei auf Geschichten und Legenden über die Orte ein, die der Fotograf abgebildet hat. Man erfährt zB. Genaueres über den Todenkult in Süditalien.
Es gibt folgende Schwerpunkte in diesem Bildband: 
Ruinen moderner Industrie
Friedhöfe und Grabstätten, die keiner mehr besucht
Palazzi und Villen, in denen niemand mehr lebt
Orte, dienicht vergesen werden sollten
Sanatorien und Irrenanstalten ohne Patienten
Sakrale und weltliche Orte des Verfalls
Theater und Kinos, die nichts mehr zeigen

Der Fotograf hat sehr gut über die Orte, die es lohnte im Foto festgehalten zu werden, recherchiert. Herausgekommen ist eine atemberaubende Sammlung von Aufnahmen, die einen beim Betrachten in ihren Bann zieht und nicht mehr loslässt. Der Fotograf versteht es sehr gut die Motive in Szene zu setzen, um den Betrachter damit zu fesseln. Durch verschiedene Aufnahmeperspektiven wird der Betrachter angeregt, die Fotos genauer anzuschauen und so immer mehr darauf zu entdecken. Die Bilder strahlen das Geheimnisvolle der Orte wieder - ja es sie wirken oft richtig mystisch auf den Betrachter. Besonders haben mir die Aufnahmen der alten Friedhöfe und verlassenen Villen gefallen. Interessant fand ich auch etwas über den Todenkult in Süditalien zu erfahren.
Die genauen Orte der Aufnahmen bleiben oft ein Geheimnis, zum Schutz vor Plünderungen und Zerstörungen.
Mir gefällt dieser Bildband sehr gut. Die Fotos und begleitenden Texte haben mir Süditalien näher gebracht. Das Buch wird einen besonderen Platz in meinem Bücherregal bekommen und ich kann als Hobbyfotografin viele Anregungen für meine eigenen Aufnahmen entnehmen.