Dienstag, 12. Juli 2022

Rezension zu " Im tiefen finsteren Wald" von Delphine Bournay

 

Inhalt

Tief im finsteren Wald hört man Schreie und man sieht neun Augenpaare leuchten. Zähne werden gefletscht. »Mama? Du hast uns keinen Gutenachtkuss gegeben!« Neun kleine Wölfe können nicht schlafen. Mama Wolf ist sich sicher, dass sie allen Kindern bereits ein Küsschen gegeben hat, sie hat ihnen auch eine Geschichte vorgelesen und auch die kleinen Wehwehchen der Wölfchen versorgt. Warum wollen sie bloß nicht einschlafen? Da fällt es ihnen ein: Es gab heute noch kein Gutenachtlied! Mama Wolf singt also – und die Kleinen beginnen selig zu schlummern. Auch wenn man nur die Augen der kleinen Wölfe sieht: Sie sind hinreißend! Delphine Bournay erzählt eine einfache Geschichte, die lebensnaher nicht sein könnte.

Autorin

Delphine Bournay, 1974 geboren, wuchs mit zwei Schwestern auf, mit denen sie sich immerzu lustige Geschichten ausdachte. Heute schreibt und illustriert sie Bücher für Kinder, weil sie selber immer noch genau so gerne lacht. Ihre Bücher über »Krümel und Pfefferminz« sind im Hanser Verlag erschienen. Im Picus Verlag erscheint 2022 das Kinderbuch »Im tiefen finsteren Wald«.

Herausgeber ‏ : ‎ Picus Verlag; 1. Edition (13. Juli 2022) 
Sprache ‏ : ‎ Deutsch  
Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 32 Seiten  
ISBN-10 ‏ : ‎ 3711740294 
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3711740298  
Lesealter ‏ : ‎ 3–6 Jahre  
 
 
 
Meine Einschätzung

 Dieses Bilderbuch ist eine Gute- Nacht-Geschichte. Durch die dunklen Illustrationen und am Anfang auch die kurzen Texte, in denen es um Gebrüll und Zähneklappern geht, wird ein großer Spannungsbogen aufgebaut. Deshalb denke ich, dass die Geschichte eher für 5- oder 6jährige Kinder ist. Die Spannung löst sich dann auf in einem liebevollen Gespräch zwischen Mama Wolf und ihren Kindern. Es wird auf Rituals vor dem Einschlafen eingegangen. Ich hätte es gut gefunden, wenn zum Liedtext des Gute-Nacht- Liedes auch die Noten mit dabei wären oder ein Link, wo man im Internet das Lied finden kann.

Sonst finde ich die Gestaltung für ältere Kleinkinder gut und auch die Geschichte könnte ein neues Zu- Bett- Gehen- Ritual werden.


Freitag, 1. Juli 2022

Rezension zu " Lesereise New York" von Sebastian Moll

 

Inhalt

New York erfindet sich immer wieder neu: Nach dem Anschlag von 9/11 ist dies zuletzt geglückt und New York ist als glitzernde Sehnsuchtsmetropole wiederauferstanden. Die Krisen der Pandemie und der BLM-Bewegung zwingen die Stadt ein weiteres Mal, sich infrage zu stellen und sich für einen Weg zu entscheiden. Sebastian Moll, seit vielen Jahren Wahl-New-Yorker, erlebt die Stadt durch die Augen ihrer Bewohner: Er besucht einen Broadway-Star in Washington Heights, Straßenkünstler in Harlem, begibt sich nach Chinatown und Staten Island zu Nachkommen von irischen und italienischen Immigranten und zu den Schwimmern von Brighton Beach. Er beobachtet die florierende Technologie-Branche in der Stadt, besucht Ground Zero zum zwanzigjährigen Gedenktag und beschreibt den Kampf um eine grüne Verkehrswende.

Autor

Sebastian Moll, 1964 in Frankfurt geboren, kam erstmals Ende der achtziger Jahre als Stipendiat der Amerikanistik nach New York. 2002 kehrte er nach beinahe zehn Jahren Abwesenheit zurück. Seither lebt er als Korrespondent für deutsche Medien, darunter die »Frankfurter Rundschau«, die »Berliner Zeitung«, »Spiegel Online«, die »Welt« und die »taz«, in Manhattan. Im Picus Verlag erschien seine Lesereise »New York«.

Herausgeber ‏ : ‎ Picus Verlag (23. Juni 2022) 

Sprache ‏ : ‎ Deutsch 

Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 132 Seiten 

ISBN-10 ‏ : ‎ 3711711146 

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3711711144

 Meine Eischätzung 

 Der Autor, selbst seit 2002 Wahl New Yorker, beschreibt die Stadt mit sehr persönlichen Einblicken.

Beginnend mit seiner Erzählung über die Pandemie und ihren Einfluss auf das Leben in dieser Weltstadt, nimmt er uns mit zu einem Spaziergang durch die Stadt. Er beschreibt das Leben, die Natur und die Vielfalt der Straßen so gut, dass man glaubt, selbst dabei zu sein. Er zeigt auf, wie sich Prestigeprojekte mit hohen Mietpreisen entwickelt haben. Er nimmt uns mit in den Osten von Manhattan , zum Time Square, wo sich Gruppen von schwarzen Jungendlichen in neuen Breakdance Moves üben, ein exentrischer Mix von verschiedenen, teils furchteinflößenden Figuren aufhält, alternde 80 jährige Covergirl in Slip auftreten - das alles hat Covid hervorgebracht, als die Touristenströme nachließen, die nun langsam wieder zurückkehren. Dazu kamen zur Pandemie wilde Jugendpartys im Washington Square Park. Er beschreibt die Hudson Yards als abgeschlossener Stadtbezirk, in dem die Reichen unbehelligt vom Lärm und Schmutz der restlichen Stadt ein Leben in Luxus führen können.

Doch er zeigt uns auch das Leben der einfachen Menschen zB. im East Village. Er lässt uns teilhaben an der Entwicklung dieses Stadtteils und macht uns bekannt mit einigen Einwohnern. In Harlem nimmt er den Leser mit in einen revolutionären Buchladen, besucht eine Gruppe furchtloser Schwimmer am Brighton Beach und die wenigen deutsch- stämmigen Juden in Washington Heights. 

Aber er zeigt auch, wie die Stadt kämpft um eine grüne Verkehrswende und gegen den steigenden Meeresspiegel.

Ein Buch, das mich sehr gut unterhalten hat und mir viel Wissenswertes über New York vermittelt hat.


Rezension zu " Lesereise-Usbekistan" von WalterM.Weiss

 

Inhalt

Usbekistan, das sind prächtige Moscheen und Paläste, Basare voller Seiden, Teppiche und Karawanenzauber. Oasenstädte wie Samarkand bieten als Stationen der legendären Seidenstraße bis heute ebendies. Ansonsten wird dieses Kernland Zentralasiens immer noch als Durchgangsgebiet auf halbem Weg zwischen Iran und China gering geschätzt. Seine historische Rolle als Epizentrum der Zivilisationsgeschichte bleibt ebenso verkannt wie seine als noch junge Nation in den letzten Jahren erzielten Fortschritte. Walter M. Weiss wandelt auf den Spuren Timurs, Avicennas und des Urvaters der Algorithmen und besucht Miniaturenmaler, Papierschöpfer und Seidenweber. Aber er beleuchtet auch Schattenseiten wie das fatale Erbe des Baumwollwahns und das Öko-Desaster am Aralsee.

Autor

Walter M. Weiss, 1961 in Wien geboren, studierte Geschichte, Publizistik und Politikwissenschaften und arbeitete viele Jahre als Chefredakteur namhafter Zeitschriften. Parallel seit bald 30 Jahren als freier Autor tätig, hat er ausgedehnte Reisen, vor allem in die arabisch-islamische Welt, unternommen und eine große Zahl von Sach- und Reisebüchern veröffentlicht. Zu seinen Themenschwerpunkten zählen neben dem islamischen Kulturkreis mitteleuropäische Kunst- und Kulturgeschichte sowie die Länder Süd- und Ostasiens. Im Picus Verlag erschienen seine Reportagen Syrien und Ägypten sowie die Lesereisen Marokko und Usbekistan.

  

Herausgeber ‏ : ‎ Picus Verlag; 1. Edition (23. Juni 2022) 

Sprache ‏ : ‎ Deutsch 

Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 132 Seiten 

ISBN-10 ‏ : ‎ 3711711138 

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3711711137

Meine Einschätzung 

Usbekistan - in meiner Phantasie ein Land aus TausenundeinerNacht mit wunderschönen Palästen, Basaren, auf denen man leckere Früchte kaufen kann, Waren, wie Seidengewänder, wunderschöne Teppiche, Kunsthandwerk...

Mit mehr als 32 Millionen Einwohnern das mit Abstand bevölkerungsreichste Land Zentralasiens. An der Seidenstraße gelegen waren usbekische Städte wie Samarkand, Buchara und Taschkent wichtige Handelsplätze. Von 1860 an geriet die gesamte Region unter russische Herrschaft; im Jahr 1924 wurde die Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik gegründet. Seit 1991 ist Usbekistan eine unabhängige Republik und gehört mit anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion zur Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).

Der Autor nimmt uns mit in das Usbekistan von heute. Viel Interessantes beschreibt er über die Geschichte des Landes auf den Spuren von Timur, der sich 1370 zum Herrscher von ganz Transoxanien ausrief und den Titel eines Emirs annahm. Er gilt als Herrscher der Gegensätze, der die Wiederherstellung des Mongolischen Reiches anstrebte und dabei mit äußerster Brutalität vorging. Dennoch gilt er ebenfalls als wichtiger Förderer von Kunst und Literatur, der der Region den Beginn eines kulturellen und wissenschaftlichen Aufschwungs ermöglichte. 

Der Leser begibt sich auf eine Reise durch das Land und lernt dabei zB. Papierschöpfer, Seidenweber kennen und erfährt, das diese Papierschöpferkunst von den Chinesen nach Usbekistan gebracht wurde.

In Buchara besucht der Autor den Basar mit seinen Kunsthandwerkern, wie Teppichweber, Mützenmacher, Schmuckwerkstätten ua. Auch bedeutende Gebäude beschreibt er in seinem Buch. Da ist die Plattform des einstigen Wasserturms, von der man einen guten Blick auf den Palast der Emire hat.

Sufische Pilgerstätten und buddhistische Klosterruinen besucht der Autor und beschreibt ihre Besonderheiten.  

Seine Beschreibungen von den Menschen, der Landschaft und der Entwicklung des Landes machen neugierig darauf, das Land selber einmal zu bereisen und zu entdecken.

Mir fehlen in dem Buch einige Fotos, um das Gelesene besser veranschaulicht zu bekommen. 

Ein sehr informatives Buch über Usbekistan, seine Menschen und historische Hintergründe seiner Entwicklung.

 

Rezension zu "Ich will ein Schokocroissant. Sofort! " von Jean-Luc Englebert

 

Inhalt

Bertie wohnt in einem hohen Turm. Bertie ist eine Prinzessin! Eines Morgens hat sie unbändige Lust auf ein Schokocroissant. Wo bekommt sie das jetzt bloß her? Im Dorf gibt es doch bestimmt einen Schokocroissanthändler! Aber im ersten Laden gibt es nur Hüte, im nächsten nur Schwerter, und im Käseladen probiert es Bertie erst gar nicht. Erst als sie auf die spielenden Kinder trifft, erfährt sie, wo es Schokocroissants gibt. Doch da machen ihr ausgerechnet ihre langen, langen Haare ein Problem, sodass sie zuallererst einen Friseur suchen muss …

Autor

Jean-Luc Englebert, 1968 in Verviers in Belgien geboren, studierte an der Brüsseler Kunsthochschule Institut Saint-Luc und arbeitete zunächst als Comiczeichner, bevor er sich dem Kinderbuch und Kindermedien zuwandte. Er ist Vater von zwei Töchtern und lebt in Brüssel. Im Picus Verlag erschienen seine Kinderbücher »Heute bin ich Ritterin« und »Der kleine Bär in der Schule«. 2020 erschienen außerdem »Ich will ein Schokocroissant. Sofort!«, »Keine Angst, kleiner Prinz!« und die Neuauflage von Ludovic Flamants »Puppen sind doch nichts für Jungen!«, das Englebert illustrierte.

  

Herausgeber ‏ : ‎ Picus Verlag; 1. Edition (29. Januar 2020) 

Sprache ‏ : ‎ Deutsch 

Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 40 Seiten 

ISBN-10 ‏ : ‎ 3711740154 

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3711740151 

Lesealter ‏ : ‎ 4–6 Jahre

Meine Einschätzung 

Dieses Bilderbuch erzählt ein Märchen einer kleinen Prinzessin, die sich wohl bewusst ist, eine besondere Person zu sein. So kennt sie nicht die Worte Bitte und Danke und fordert das ein, was sie sich wünscht. Da die anderen Personen im Märchen wissen, dass sie eine Prinzessin ist, erfüllen sie ihr auch ihre Wünsche. Das Buch ist sehr ansprechend mit großen farbigen Zeichnungen, die die Geschichte illustrieren und die Kinder anregen die Geschichte zu erzählen. Die kleinen Leser erlernen spielerisch neue Begriffe, ihre Phantasie wird angeregt und sie werden zum Überlegen gebracht, ob die kleine Prinzessin auch alles richtig macht oder wie es besser wäre. Es werden verschiedene Handwerker und ihre Produkte vorgestellt.  Man kann auch gut Parallelen zu anderen Märchenprinzessinnen ziehen und so noch einmal die anderen Märchen erzählen oder vorlesen, zB. Rapunzel, Dornröschen ua.

Der Text ist kindgemäß und oft auch sehr witzig. Das Buch ist gut zum Vorlesen und gemeinsamen Erzählen. Es gefällt sicher nicht nur kleinen Leseratten. 

Rezension zu "Die Kunst von Eric Guillon " Text Ben Croll

 

Inhalt

Ein Blick hinter die Kulissen! Nie gezeigte Skizzen, Filmstills und andere einzigartige Grafiken von »Ich – Einfach Unverbesserlich« bis »Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss«

Den Erfolg dieser Filme hat Illumination unter anderem den visionären Designs des französischen Künstlers
Eric Guillonn zu verdanken. Dieses Werk versammelt über 1.200 Arbeiten des Künstlers aus acht Filmen und zeigt Konzeptkunst für beliebte Charaktere wie den Gru, die Minions, Dr. Seuss' Once-ler und Max aus »Pets«. Jedes Kapitel gibt einen Einblick in den kreativen Prozess des Künstlers und präsentiert Outtakes und Ideen, was hätte sein können – wie zum Beispiel alternative Designs für die Minions.

  • Zum Filmstart von »Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss« im Juni 2022
  • Über 1.200 exklusive Arbeiten des Künstlers Eric Guillon aus acht Filmen

 Autoren

Ben Croll ist Filmjournalist und -kritiker. Er schreibt für zahlreiche renommierte Magazine, darunter Vanity Fair und Variety.

Chris Meledandri
ist ein amerikanischer Filmproduzent und der Gründer und CEO von Illumination.

Eric Guillon
ist ein preisgekrönter französischer Charakterdesigner und Regisseur. Er arbeitete als Art Director für „Ich – Einfach unverbesserlich“ und „Der Lorax“ sowie als Produktionsdesigner für „Pets“. Zusammen mit den Regisseuren Chris Renaud und Pierre Coffin war Guillon Erfinder der beliebten Minions. 

Herausgeber ‏ : ‎ Frederking & Thaler; 1. Edition (5. Juni 2022) 

Sprache ‏ : ‎ Deutsch 

Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 376 Seiten 

ISBN-10 ‏ : ‎ 3954163659 

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3954163656

 

Meine Einschätzung 

Wer kennt nicht die lustigen Minions ? Unsere ganze Familie sieht diese Filme sehr gern und wir sind alle ganz verliebt in die kleinen Figuren. Zum Filmstart von »Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss« im Juni 2022 kam nun ein großer Bildband heraus mit über 1.200 exklusiven Arbeiten des Künstlers Eric Guillon aus acht Filmen.

Man findet in diesem beeindruckenden Bildband beliebte Charaktere wie den Gru, die Minions, Dr. Seuss´Once-ler und Max aus Pets. Unterhaltsam zeigt das Buch die Schaffensprozesse des Künstlers in Ottakes und Ideen bei der Gestaltung seiner Figuren. Interessant ist dabei, dass der Betrachter auch einen Eindruck davon bekommt, welche Ideen der Künstlers für ganz andere alternative Design gehabt hat, zB. bei den Minions.

Die Entstehungsgeschichte so mancher durch die Filme bekannter Figuren ist sehr unterhaltsam geschrieben und hervorragend illustriert. So erfährt man, wie wichtig es ist, einer Figur, die einen Schurken darstellt mit Witz und Ironie das Dramatische zu nehmen und so viel unterhaltsamer zu gestalten.

Über den berühmten Künstler Eric Guillon kann man in diesem Buch viel Persönliches lesen und erfährt, wie er zu einem so hervorragenden Animationsfilmemacher wurde. Auch erzählt er , wie er die Ideen für seine Filme entwickelt. Es dauert oft Monate von der Idee zur fertigen Entwicklung eines Charakters. Das wird ua. sehr gut am Beispiel der Figur Gru gezeigt. Nachdem die Figuren in ihrem Charakter fertig sind, entstehen die Szenarien in oft kurzer Zeit. Hier kennt die Kreativität des Künstlers kaum Grenzen.

Durch seine Kreativität, grenzenlosen Humor, Sinn für Technik und Gefühl für eine unterhaltsame Erzählweise ist der Künstler ein Hauptgewinn für jeden Produzenten. Auch darüber kann man viel in diesem Bildband erfahren.

In 13 Jahren war Eric Guillon an 8 Filmen beteiligt und entwickelte sich vom Zeichner zum Regisseur.

Dieser Bildband ist ein besonderer literarischer Schatz und wird alle Fans von den Filmen der Minions begeistern und die anderen werden neugierig werden, seine Filmwerke einmal selbst zu erleben.

 

 

Montag, 27. Juni 2022

Rezension zu "Wie man sich einen Lord angelt" von Sophie Irwin

 

Inhalt

Kitty Talbot ist jung, hübsch und clever – leider aber auch arm wie eine Kirchenmaus. Als ihr Verlobter sie sitzen lässt, stehen Kitty und ihre vier Schwestern vor dem Ruin, denn die Spielschulden ihres verstorbenen Vaters können sie aus eigener Kraft niemals begleichen. Also wagt Kitty sich für ihre Schwestern auf das gefährlichste Schlachtfeld im England des Jahres 1818: die Bälle der Lords und Ladys in London. Obwohl die unkonventionelle Kitty sich mindestens so viele Feinde wie Freunde macht, erliegt bald ein märchenhaft reicher Junggeselle ihrem Charme. Doch dessen älterer Bruder, Lord Radcliffe, durchschaut Kittys Spiel und unternimmt alles, um eine Hochzeit zu verhindern. Eigentlich wäre Lord Radcliffe ein wunderbar ebenbürtiger Gegner für Kitty – hätte die Liebe nicht längst ihre eigenen Pläne …

Autorin

Sophie Irwin wuchs in Dorset auf, bevor sie zum Studium nach London ging. Sie arbeitete mehrere Jahre als Lektorin in einem großen UK-Verlag, bevor sie sich als Lektorin selbständig machte. Sophie sagt über sich und ihre Bücher: „Für mich sind romantische Komödien die besten Bücher überhaupt. Ich habe „A Lady’s Guide“ in einem Jahr geschrieben, das für uns alle sehr schwierig und unsicher war, um mir selbst ein wenig Freude zu bereiten, und das würde ich gerne weitergeben.“ 

Herausgeber ‏ : ‎ Knaur TB; 1. Edition (1. Juni 2022) 

Sprache ‏ : ‎ Deutsch 

Taschenbuch ‏ : ‎ 352 Seiten 

ISBN-10 ‏ : ‎ 3426529181 

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426529188

Meine Einschätzung 

Da ich Fan der Netzflixserie " Bridgerton" bin, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Die Autorin nimmt uns mit nach England ins Jahr 1818. Kitty Talbot die älteste der 5 Schwestern steht plötzlich vor einem großen Problem. Ihre Eltern sind nun beide tot und ihr Vater hat nichts als Spielschulden hinterlassen. Um nicht das Haus verkaufen zu müssen und die Schwestern zu trennen, damit sie in unterschiedlichen Städten versuchen eine Anstellung zu bekommen und die jüngste ins Armenhaus geben zu müssen, muss sie versuchen einen Lord zu heiraten. Doch wie kommt man in die vornehme adlige Gesellschaft? Ihre Tante lädt sie und ihre Schwester Cecily nach London ein. Die Einladung nehmen die beiden Schwestern gern an, denn die Ballsaison steht vor der Tür und so ist die Hoffnung groß, den richtigen Bräutigam zu finden und alle finanziellen Probleme zu lösen...Während die Tante nicht davon überzeugt ist, dass es Kitty schafft, von den oberen Herrschaften aufgenommen zu werden, hat Kitty schon einen Plan und führt in auch mutig durch...Durch eine List fällt sie einem geeigneten Ehekandidaten regelrecht in die Arme und nach anfänglicher Abwehr hat sie auch bald dessen Mutter von sich überzeugt....Fast wäre alles gut gegangen, wäre da nicht der ältere Bruder Lord Radcliffe aufgetaucht. Dieser lässt sich nicht so leicht um den Finger wickeln und will seinen jüngeren Bruder vor dieser Ehe retten. So kommt es zu einem Deal zwischen ihm und Kitty... Was dieser Deal beinhaltet und ob der Plan von Kitty aufgeht, mit einer Hochzeit ihre Schwestern und sich vor der Armut zu retten, könnt ihr in diesem Buch lesen....

Mir hat das Buch sehr gefallen. Es zeigt unterhaltsam das Leben der  damaligen englischen Gesellschaft. Für die Frauen der oberen Schicht war eine Hochzeit das einzige Mittel, sich vor Armut zu schützen. Die Schreibweise ist bildhaft, voller Humor und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Mit Kitty, die eine starke junge Frau ist und nur das Beste für die Zukunft ihrer Familie möchte, habe ich mitgefiebert. Sie ist schlagfertig, lässt sich von der Londoner High-Society nicht einschüchtern und versucht mit List, aber auch Klugheit ihren Plan umzusetzen. Selbst ist sie bereit auf eine Liebesheirat zu verzichten, wenn sie dadurch ihre Schwestern nach der Hochzeit finanziell unterstützen kann.

Dabei steckt das Buch auch voller Überraschungen und es ist keine kitschige Liebesromanze, sondern voll aus dem Leben gegriffen und man kann vielleicht den einen oder anderen Tipp, wie man einen Mann für sich einnimmt, auch heute noch anwenden...

Das Buch ist eine romantische Geschichte, nach dem Vorbild von Jane Austen und der Netflix Serie Bridgerton und wird sicher viele begeisterte Fans bekommen.


Rezension zu " Die Langeweile stirbt zuletzt: Ein Seniorenkrimi – Cosycrime im Seniorenheim" von Julia Bruns

 

Inhalt

Das Leben im Seniorenheim ist langweilig. Helmut wusste das vorher, aber seine Frau Margot schwört im Alter auf drei geregelte Mahlzeiten, einen Wäscheservice und einen Fitnessraum. Seinen Einwand, dass eine JVA die gleichen Vorzüge bietet, überhört sie großzügig. Nun teilt sich Helmut mit Gerhard eine Flasche Bier, sucht in Séancen Kontakt zu verstorbenen Haustieren und berät Hannelore bei der Vorbereitung ihres Begräbnisses.

Bis zu dem Tag, an dem Küchenhilfe Selma mit einer Fleischgabel in der Nase tot aufgefunden wird. Endlich kommt Leben in die Bude und Helmut läuft zu Hochform auf.

 

Autorin 

Julia Bruns wurde 1975 in Thüringen geboren und studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie an der Universität Jena. Seit 2011 ist sie als freiberufliche Autorin/Ghostwriterin und PR-Beraterin tätig.

Herausgeber ‏ : ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; 1. Edition (15. Juni 2022) 

Sprache ‏ : ‎ Deutsch 

Taschenbuch ‏ : ‎ 352 Seiten 

ISBN-10 ‏ : ‎ 3423220007 

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423220002