Sonntag, 26. März 2023

Rezension zu "Felix Blom - Der Häftling aus Moabit" von Alex Beer

 

Inhalt

Berlin, 1878: Der Gauner Felix Blom wird nach drei Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Doch in Freiheit ist nichts mehr so, wie es mal war: Sein Hab und Gut gepfändet, seine Verlobte ist mit jemand Neuem liiert. Alle Versuche, an Geld oder Arbeit zu kommen, scheitern. Aber dann hat Blom eine geniale Idee: Warum sich nicht mit der neuen Nachbarin zusammentun? Die ehemalige Prostituierte Mathilde führt eine Privatdetektei, allerdings sind die Aufträge rar, da man ihr als Frau diese Arbeit nicht zutraut. Ihr erster Fall führt die beiden gleich auf die Spur eines mysteriösen Mörders, der seinen Opfern Briefe mit der Botschaft zukommen lässt: „In wenigen Tagen wirst Du eine Leiche sein.“ Als auch Blom eine solche Karte unter seiner Tür durchgeschoben bekommt, wird die Sache persönlich …

Autor 

Alex Beer, geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Für ihre Kriminalromane wurde sie mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter der Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2017 und 2019, der Krimi-Publikumspreis des Deutschen Buchhandels MIMI 2020, der Österreichische Krimipreis 2019 sowie der Fine Crime Award 2021. Zudem stand sie auf den Shortlists für den Friedrich Glauser Preis, den Viktor Crime Award und den Crime Cologne Award. »Felix Blom – Der Häftling von Moabit« ist der Auftakt einer neuen Krimireihe, die im preußischen Berlin spielt.  

Herausgeber ‏ : ‎ Limes Verlag; Originalausgabe Edition (26. Oktober 2022) 

 Sprache ‏ : ‎ Deutsch 

Broschiert ‏ : ‎ 368 Seiten 

 ISBN-10 ‏ : ‎ 3809027596

 ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3809027591 

Meine Einschätzung 

Die österreichische Krimiautorin Alex Beer nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise in das Berlin der späten 1870er-Jahre. Dabei ist ihre Schreibweise so genial, dass man das Gefühl hat, alles hautnah mitzuerleben. Die Autorin hat das Leben in der damaligen Zeit und die historischen Begebenheiten sehr gut recherchiert. Sie selbst sagt zu ihrer Hauptgestalt, Felix Blom :

"Während meiner Recherchen stieß ich auf die unglaubliche Biografie des 1857 verstorbenen Eugène François Vidocq. Der abenteuerlustige Franzose verdingte sich zunächst als Betrüger, Dieb und Fälscher, und wandelte sich im Laufe seines Lebens vom gerissenen Gauner zum Vater der modernen Kriminalistik und dem ersten Privatdetektiv der Geschichte.

Vidocq inspirierte mich zu der Figur des Felix Blom, einem charmanten Ganoven, der zum Ermittler wird. Mit Bloms Hilfe wollte ich den Fall des toten Konditorgehilfen erzählen, so wie er stattgefunden haben könnte."

Angaben zu dem Selbstmord eines Konditorgehilfen fand die Autorin während einer Recherche in einer Berliner Gerichtszeitung vom 13. Juni 1878. Der vermeintliche Selbstmörder trug eine Karte bei sich, auf der zu lesen war „binnen 30 Stunden müsse er eine Leiche sein“. Was es damit wohl auf sich hatte? Darüber konnte die Autorin nirgends etwas finden und so kam ihr mit viel Fantasie die Idee zu diesem Buch.

Berlin wurde 1871 zur neuen Reichshauptstadt des Deutschen Kaiserreichs und durchlebt eine Zeit des schnellen Wandels und rapiden Wachstums. Innerhalb weniger Jahre hat sich Berlin zu einem der größten europäischen Industriestandorte entwickelt und die Bevölkerung stieg auf über eine Milllion Menschen. Das hat natürlich nicht nur Fortschritt in der Gestaltung der Stadt zur Folge gehabt, sondern auch die Entstehung von Armenvierteln und das Anwachsen des Verbrechens ...

Der Hauptheld, Felix Blom, der zu Unrecht Jahre im Moabiter Gefängnis verbringen musste, steht am Neuanfang nach seiner Entlassung. Wenn er nicht innerhalb weniger Tage eine Wohnung und Arbeit nachweisen kann, muss er wieder ins Gefängnis. Was tun... Sein Hab und Gut wurde gepfändet und Freunde hat er nicht...Doch sein ehemaliger Gaunerkumpel überlässt ihm eine Bleibe, von einem Inhaftierten und seine neue Nachbarin ist damit beschäftigt eine Dedektei zu gründen. So ist er erstmal vor dem Gefängnis sicher...Doch es geschehen seltsame Morde ... Jeder Tote hat einen Zettel mit der Aufschrift " In wenigen Tagen bist du eine Leiche..." in der Tasche, oft mit der Stundenzahl, an dem der Tod eintreten wird. Auch die Kripo ist ratlos... Als Blom plötzlich Nachts so einem Zettel in seinem Zimmer findet, wird es für ihn brenzlig...Was ist der Grund für die Morde und was hat es mit ihm zu tun. Welche Verbindung gibt es zu den Ermordeten? Außerdem möchte er herausfinden, wieso er schuldlos im Gefängnis war und wer daran die Schuld trägt...

Die spannende Geschichte wird in 2 Erzählsträngen erzählt... Erst fast zum Schluss erfährt der Leser, welchen Zusammenhang es dabei gibt. 

Von der ersten Seite an, hat mich die Handlung mitgerissen und ich konnte zwischendurch kaum das Buch aus der Hand legen. Es gibt einige unvorhersehbare Wendungen in der Geschichte. Ich würde mir wünschen, dass das Buch verfilmt wird. 

Danke für spannende Lesestunden.


 

Dienstag, 13. Dezember 2022

Rezension zu "Das Buch der Fragen" von Pablo Neruda

 

Inhalt

Fragen an die Welt - von einem der größten Dichter aller Zeiten. Über die Rätsel der Natur und die kleinen und großen Mysterien unseres Lebens. Eine inspirierende Gedichtsammlung des Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda.

Wenn alle Flüsse süß sind, wo hat das Meer sein Salz her? Wie teilen die Orangen sich am Baum die Sonne auf? Ist unser Leben wohl ein Tunnel, von einem vagen Licht zum anderen? Über viele Jahre hat der große lateinamerikanische Dichter und Nobelpreisträger Pablo Neruda seine ganz persönlichen Fragen an die Welt aufgeschrieben: Gedanken über die kleinen und großen Mysterien des Lebens, die Rätsel der Natur, die unerklärlichen und zugleich faszinierenden Dinge unserer Existenz. Dieser inspirierende Band ist Nerudas poetisches Testament, in dem der staunende Blick eines Kindes auf den Erfahrungsschatz eines altersweisen Mannes trifft. Fragen und Gedichte, die dazu einladen, die Welt mit unbefangener Neugier zu betrachten. Liebevoll illustriert von der katalanischen Künstlerin Maria Guitart.

 Autor

Pablo Neruda (1904-1973) zählt zu den bedeutendsten Autoren Lateinamerikas. Er war Botschafter Chiles in verschiedenen Ländern, bewarb sich um die Präsidentschaft in seinem Land und musste lange Jahre im Exil verbringen. 1971 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Sein Werk erscheint seit vielen Jahren bei Luchterhand, zuletzt der Gedichtband »Dich suchte ich«.

Herausgeber ‏ : ‎ Luchterhand Literaturverlag; Deutsche Erstausgabe Edition (23. November 2022) 

Sprache ‏ : ‎ Deutsch 

Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 104 Seiten 

ISBN-10 ‏ : ‎ 3630876595 

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3630876597

 

Meine Einschätzung 

Seit meiner Jugend begleiten mich die Gedichte von Pablo Neruda, dem berühmten chilenischen Dichter und Schriftsteller. So freute ich mich sehr über den Gedichtband, der vom Verlag Luchterhand nun herausgegeben wurde. In poetischen Versen bringt Neruda darin seine Fragen zum Leben, zu unserer Welt, zur Natur ua. zum Ausdruck. Das Büchlein ist liebevoll illustriert mit farbigen Zeichnungen der katalanischen Künstlerin Maria Guitart, die die Poesie in Bildern darstellen. 

 Der Band beinhaltet ganz persönliche Fragen, die den Dichter in seinem Leben bewegt haben und die er so zu Papier gebracht hat. Es geht um Wunder der Natur, des Zusammenlebens der Menschen, der Tiere, aber auch die Unbegreiflichkeit des Todes. 

"Wo ist das Kind, das ich einst war, noch in mir drinnen oder fort? ......Warum nur sind wir all die Zeit gewachsen, um uns dann zu trennen?"

"Wie mögen Blätter winters leben, im Untergrund der Wurzeln? Was lehrte wohl den Baum die Erde, dass er nun mit dem Himmel spricht? "

Durch seine poetischen Verse regt er den Leser an, selbst über das Leben nachzudenken. Die Schönheiten der Natur genauer zu betrachten und Antworten auf die gestellten Fragen zu finden.

Ich werde das Büchlein noch oft zur Hand nehmen und wünsche ihm viele begeisterte Leser. 

Rezension zu "Mandagora" von Ann-Kathrin Wasle

 

Inhalt

Doch die Schlange war klüger als alle Tiere des Feldes, die der Herrgott geschaffen hatte. Und sie sprach zu der Frau: Nun, hat Gott wirklich gesagt, ihr dürft nicht von jedem Baum des Gartens essen? Prag, heute: Eine unerwartete Einladung führt Lucián in den alten Glockenturm, wo sich eine Handvoll unsterblicher Geistwesen versammelt hat, um mit einigen Flaschen Wein den Abend zu verbringen. Die Anstifterin dieses Zusammentreffens ist Nyoka, die älteste der Anwesenden. Sie hat schon gelauscht, als die Wunderkinder Mozart durch Europa fuhren, und sie hat Kleopatra einst in ihrer dunkelsten Stunde Mut zugesprochen. Seit Jahrtausenden hat sie die Menschheit begleitet und ist all jenen zur Seite gestanden, die sie für würdig erachtet hat. So ist es kaum verwunderlich, dass Nyoka auch am heutigen Abend ihre Gästeschar aus Menschen und Geistern nicht zufällig ausgewählt hat. Die Frage ist nur, wen sie nun unter ihre schwarzen Fittiche nehmen will …

Autorin 

Ann-Kathrin Wasle wurde 1987 geboren und wuchs in der Gegend um Heidelberg auf. Noch während ihres Mathematikstudiums begann sie, historische Romane zu schreiben – eine Aufgabe, der sie sich bald gänzlich widmete. Nachdem sie ihre ersten Bücher bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht hat, publiziert sie ihre neue Reihe Nachtschattengewächse nun im Eigenverlag unter dem Label TintenSchwan. Heute lebt sie zusammen mit ihrem Mann, ihrem Sohn und zwei Freundinnen in einer quirligen Hausgemeinschaft am Rand der Karlsruher Rheinauen.

  

Herausgeber ‏ : ‎ Ann-Kathrin Wasle; 1. Edition (13. Oktober 2022) 

Sprache ‏ : ‎ Deutsch 

Taschenbuch ‏ : ‎ 288 Seiten 

ISBN-10 ‏ : ‎ 3949198105 

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3949198106

 

Meine Einschätzung 

Mich hat der Buchtitel neugierig gemacht. Er hat bei mir die Assoziation hervorgerufen etwas Geheimnisvolles verbunden mit einem besonderen Zauber werde ich in diesem Buch finden. Und so war es dann auch. Man taucht ein in eine wundervolle, mystisch angehauchte Welt. Es ist ein Roman, der Damönen und den Zauber einer Fantasy Geschichte mit philosophischen Grundtönen vereint. Man reist mit den Buchhelden durch verschiedene Epochen. Dabei begegnen dem Leser auch historische Persönlichkeiten. Mir haben dabei besonders die Geschichten um Kleopatra und Mozart gefallen. Die Autorin hat die jeweiligen Zeitepochen sehr gut recherchiert und so taucht man beim Lesen in die jeweiligen Handlungen ein, erlebt alles hautnah mit und erfährt viel Interessantes vom Leben in der jeweiligen Zeit. Nyoka taucht immer als die Person auf, die versucht in der jeweiligen Epoche das Leben von einzelnen Menschen zu verbessern und sie in ihren Handlungen zu stärken. So reist sie seit Jahrtausenden durch die Menschheitsgeschichte und sucht sich bestimmte Personen aus, die sie als würdig ansieht, etwas in ihrem Leben mit ihrer Hilfe zu verändern. Beginnend bei Kleopatra, die als Gefangene leben muss, über Mozart, dessen Schwester sie aufmuntert, aus dem Schatten ihres berühmten Bruders zu treten, gipfelt die Geschichte in der Gegenwart in Prag. Hier kommt es zu einem mystischen Treffen aus Menschen und Geistwesen, das Nyoka geplant hat. Doch was will sie dieses Mal damit bezwecken? Das erfährt der Leser in diesem spannenden Roman.

  

Mittwoch, 9. November 2022

Rezension zu " QUEEN ELIZABETH II.: Ihr Leben in Bildern, 1926-2022" von David Souden

 


Inhalt

Ihr Leben in Bildern ist eine aufwendige fotografische Hommage an die weltweit beliebte britische Königin. Dieser in Zusammenarbeit mit der BBC entstandene Bildband blickt auf die unvergesslichsten Momente der Queen zurück und zeigt fast 200 Farb- und Schwarz-Weiß-Fotos, die zum Teil nie zuvor gesehen wurden.

Als am längsten regierende Monarchin des Vereinigten Königreichs stand Königin Elisabeth II. fast ein Jahrhundert im Mittelpunkt des britischen Lebens. Seit ihrer Thronbesteigung im Jahr 1952 war sie über sieben Jahrzehnte des Wandels hinweg eine konstante, kenntnisreiche Präsenz in Politik und Kultur.

Mit Aufnahmen, die größtenteils aus den BBC-Archiven stammen, gedenkt dieses Buch der ikonischen Figur der Queen und ihrem ereignisreichen Leben, das von ihrer Geburt 1926 bis zu den letzten Jahren ihrer Regentschaft von Millionen von Menschen durch Fotos, Film und Fernsehen verfolgt wurde.

 

Autor 

David Souden ist Historiker und ein angesehener Autor zu kulturellen Themen, der eine Reihe von Publikationen, Fernseh- und Radiosendungen sowie öffentliche Präsentationen über Themen zur britischen Geschichte verfasst hat. Er war als Leiter der Ausstellungsabteilung des British Museum und als Leiter der Abteilung für Bildung bei den Historic Royal Palaces tätig. David Souden lebt in London.


Herausgeber ‏ : ‎ Prestel Verlag (9. November 2022) 

Sprache ‏ : ‎ Deutsch 

Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 240 Seiten 

ISBN-10 ‏ : ‎ 379138970X 

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3791389707

Meine Einschätzung

 Die Queen war die längste regierende Monarchin der Geschichte. Von Geburt an, verfolgte die BBC ihren Lebensweg. In diesem Bildband sind mit wundervollen Fotos, sowohl in Farbe, aber auch in Schwarz-Weiß, ihre Lebensstationen dargestellt. Zum Teil sind es Fotos, die noch nie vorher veröffentlicht worden sind. So wird nicht nur der Lebensweg der Queen dargestellt, sondern auch die damit verbundenen politischen, aber auch technischen Entwicklungen in den vergangenen 100 Jahren.

Das Buch ist gegliedert in folgende Schwerpunkte:

Kindheit, Krieg und Nachkriegzeit, Hochzeit und Familie, Krönung, Öffentliches Leben, Commonwealth, Königliche Familie, Vermächtnis

Unterhaltsam beschreibt der Autor zu den Fotos das jeweilige Geschehen im Leben der Queen.

Die Fotos sind gut ausgewählt aus dem Archiv der BBC und geben einen guten Einblick auch in das persönliche Leben der Queen. Sie bringen uns diese Frau näher, zeigen die private Seite der Queen. Sie zeigen eine starke Frau, mit einem großen Maß von Pflichtgefühl, aber auch eine liebevolle Mutter und Großmutter.

Ich bin begeistert von diesem Buch, das dem Leser und Betrachter das Lebenswerk der Queen näher bringt.

Rezension zu "Minna. Kopf hoch, Schultern zurück: Mütter-Trilogie 1"von Felicitas Fuchs

 

Inhalt

Düsseldorf 1924. Die junge Schneiderin Minna stammt aus einfachen Verhältnissen und kommt mit großen Hoffnungen in die mondäne Stadt. Sie will glücklich werden, sich aus der Armut befreien und eine Familie gründen. Als sie sich in den wohlhabenden Fred verliebt, scheinen sich alle Wünsche zu erfüllen. Doch ihr starker Wille und ihr Erfolg als Schneiderin stellen die Ehe immer wieder auf die Probe. In der Zeit, in der sie lebt, gibt es kein Verständnis für eine Frau, die eigene Entscheidungen trifft. Schon bald muss Minna zwischen den Konventionen und ihren Wünschen wählen, und ihre Träume scheinen in weite Ferne zu rücken. Doch Minna kämpft gegen alle Widerstände um ihr Glück.

Autorin 

Felicitas Fuchs ist das Pseudonym der Erfolgsautorin Carla Berling, die sich mit Krimis, Komödien und temperamentvollen Lesungen ein großes Publikum erobert hat. Schon bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, war sie als Reporterin und Pressefotografin immer sehr nah an den Menschen und ihren Schicksalen. In ihrer dramatischen Familiengeschichte verarbeitet sie autobiografische Elemente zu einer packenden Trilogie über drei starke Frauen. 

Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag; Originalausgabe Edition (14. Juni 2022) 

Sprache ‏ : ‎ Deutsch 

Taschenbuch ‏ : ‎ 608 Seiten 

ISBN-10 ‏ : ‎ 3453426436 

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453426436

  

Meine Einschätzung

Der Titel des Buches hat mich gleich angesprochen, denn diese Mahnung hat mir meine Omi immer mit auf den Weg gegeben. 

Die Autorin begibt sich mit ihrer Triologie von der dieses Buch der erste Teil ist, auf die Spuren ihrer eigenen Familiengeschichte. 3 Frauen stehen in ihren Büchern im Mittelpunkt, Minna, Hanne und Romy. Sie sind in ihren Schicksalen miteinander verbunden. 

Minna ist eine junge Frau, die als Näherin arbeitet und von einem eigenen Atelier träumt. Da sie aber aus einfachen Verhältnissen stammt, scheint ihr Traum nie erfüllbar zu sein. Wir schreiben das Jahr 1924 in Düsseldorf. Wir begleiten Minna in der Zeit, in der sie viele Schicksalsschläge zu verkraften hat: die Goldenen Zwanziger, Börsencrash, Aufstreben der Nationalsozialisten, den 2. Weltkrieg bis zur Nachkriegszeit.  

Doch Minna ist eine starke Frau, die mutig ihren Weg geht, um ihren großen Traum zu erfüllen. Als sie sich in den wohlhabenen Fred verliebt, scheint sie endlich am Ziel. Doch in dieser Zeit sieht man nicht gern Frauen, die ihren eigenen Weg gehen möchten. Ihr Leben ist vorgezeichnet durch Heirat, Küche und Kindererziehung...Doch Minna lässt sich nicht unterkriegen...Ihre reichen Schwiegereltern sind entsetzt über die Heirat ihres Sohnes und versuchen mit allen Mitteln, ihn zur Scheidung zu überreden.

Die Autorin versteht es, den Leser mit der spannungsgeladenen Geschichte zu fesseln. Sehr gut sind die unterschiedlichen Lebensumstände der Reichen und Armen in dieser Zeit dargestellt. Die Grausamkeiten des Nationalsozialismus besonders gegen Sinti und Roma, sowie der jüdischen Bevökerung lassen den Leser mitfühlen, wie Minna darunter leiden musste. Denn ihre engsten Freunde wurden durch die Nazis verfolgt und umgebracht...Auch das unterschiedliche Verhalten der Menschen zu den Grausamkeiten der Faschisten ist eindrucksvoll dargestellt. Die Geschichte ist eine Mahnung, so etwas nie wieder in Deutschland zuzulassen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und das Schicksal der mutigen Minna hat mich sehr bewegt. Viele hier geschilderten Lebensumstände kenne ich aus den Erzählungen meiner geliebten Omi. Das Plumpsklo kenne ich als Kind auch noch, bei meinen Großeltern auf dem Hof... Auch der Schwarze Freitag war für meine Großeltern ein schrecklicher Tag, da alle Ersparnisse mit  einmal wertlos waren...Wie fleißig Minna als Schneiderin sein musste, kann ich gut nachfühlen, denn meine Großeltern hatten auch eine Schneiderei, in der sie Tag und Nacht arbeiteten für geringen Verdienst.

Der Zusammenhalt der Familie war in jener Zeit besonders wichtig für das Überleben. Besonders auch in der Zeit des Krieges, als die Frauen mit ihren Kindern zu Hause ums Überleben kämpften, während die Männer an der Front starben.

Eine Geschichte, die man so schnell nicht vergisst und neugierig macht auf die weiteren 2 Bände der Triologie.

 

Rezension zu "Schmerzfrei und beweglich bis ins hohe Alter: Das große Selbsthilfe-Buch nach der Liebscher & Bracht-Methode" von Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht

 

Inhalt

Fit und vital bis ins hohe Alter mit dem neuen, großen Standardwerk von Liebscher & Bracht! Die Schmerzspezialisten und Bestsellerautoren Dr. med. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht zeigen, wie Sie dank ihrer bahnbrechenden Methode Tag für Tag in Bewegung bleiben und Schmerzen vorbeugen. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Schmerztherapie, Bewegung, Ernährung und Entspannung werden um ganz konkrete Tipps und die besten Selbsthilfe-Übungen für zu Hause ergänzt. So drehen Sie die biologische Uhr zurück und stellen sicher, dass Sie auch bis ins hohe Alter schmerzfrei, aktiv und beweglich bleiben.

Autoren 

Die renommierte Ernährungsmedizinerin und Bestsellerautorin Dr. med. Petra Bracht begründete gemeinsam mit ihrem Mann Roland Liebscher-Bracht die erfolgreiche Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht, mit einem Netzwerk von über 12.000 Therapeuten im deutschsprachigen Raum. Ausgehend von der Schmerzprophylaxe und -behandlung entwickelten sie, die Medizinerin mit Schwerpunkt Ernährungs- und Entgiftungsmedizin, und ihr Mann, der Wirtschaftsingenieurwesen studierte und passionierter Kampfsportler und Schmerzspezialist ist, eine neue revolutionäre Form der Schmerztherapie und Selbsthilfe, die keine Operationen, Schmerzmittel oder andere Medikamente benötigt.
  
Herausgeber ‏ : ‎ Mosaik; Originalausgabe Edition (13. Oktober 2022) 
Sprache ‏ : ‎ Deutsch 
Broschiert ‏ : ‎ 480 Seiten 
ISBN-10 ‏ : ‎ 3442393949 
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442393947
 

 Meine Einschätzung

Da ich oft an Gelenk- und Muskelschmerzen leide, haben mir schon oft Übungen nach Liebscher/Bracht aus dem Internet geholfen. Dieses Buch hat mich sehr interessiert,da in ihm Übungsprogramme für den gesamten Körper enthalten sind. So gibt es Hilfe bei Schmerzen an Nacken, Rücken, Schultern, Ellenbogen, Händen, Hüften, Knie oder Füßen. Auch solche, die bereits chronisch geworden sind, lassen sich durch die Übungen gut beherrschen.

Innerhalb 35 Jahren wurden diese Übungen entwickelt. Ziel ist es die Übungen in den Alltag zu integrieren und so Schmerzfreiheit zu erzielen. 

12 Schmerzbereiche werden hiermit angesprochen: Kopf- Nacken - Hals, Kiefer, Augen , Oberer Rücken- Brustkorb, Zwerchfell, Atmung, Unterer Rücken- Bauch, Schulter, Oberarm- Ellbogen, Unterarm-Handgelenk - Hand, Becken- Gesäß-Hüfte,Oberschenkel- Knie, Unterschenkel- Fußgelenk- Fuß.

Am Anfang des Buches gehen die Autoren auf die Entstehung von Schmerzzuständen ein. Ein besoderes Kapitel ist der Arthrose gewidmet. Auch beschreiben sie, wie der Weg zu den Übungen war. Kritisiert wird, dass die herkömmliche Forschung die wahren Schmerzursachen vernachlässigt. Oft wird durch den Alltag, zB. sitzende Tätigkeit die Bewegung eingeschränkt und so entstehen Verspannungen und Fehlhaltungen, die dann wieder Schmerzen hervorbringen.

Die 3 Techniken der Therapie von Liebscher & Bracht sind das Dehnen, das Rollen und das Drücken. Darauf wird in den Übungsbeispielen immer eingegangen. Auch Hilfsmittel, die diese Techniken erleichtern werden vorgestellt.

Umfangreich werden die Schmerzbereiche vorgestellt und mit Fotos und leicht verständlichen Beschreibungen die jeweiligen Übungen dargestellt. Es gibt genaue Anleitungen und Motivations-Tipps, um Tag für Tag in Bewegung zu kommen und schmerzfrei zu bleiben. Auch auf gesunde Ernährung mit ihrer schmerzreduzierenden Kraft wird anschaulich eingegangen.

Im Buch gibt es zu einigen Übungen QR Codes zu kostenfreien Mitmach-Videos und am Ende des Buches Links zu Websiten von Liebscher/ Bracht.

Mir gefällt das Buch sehr gut und ich habe viele Übungen gefunden, die mir Erleichterung bei Schmerzen bringen und die ich regelmäßig in den Alltag integriert habe, um so die Muskulatur zu stärken und Schmerzen erst garnicht entstehen zu lassen. 


Rezension zu " Die guten Frauen von Safe Harbour " von Bobbi French

 

Inhalt

Frances Delaney kehrt nach vielen Jahren an den Ort ihrer Kindheit zurück. Doch das idyllische neufundländische Fischerdorf Safe Harbour ist nicht nur ein Ort guter Erinnerungen.

Vor allem der Verlust der Freundschaft zu ihrer engsten Freundin Annie, erschütterte Frances zutiefst.

Autorin 

Bobbi French ist in Neufundland und Labrador geboren und aufgewachsen. Die ehemalige Psychiaterin hat ihren Beruf aufgegeben, um sich dem Schreiben zu widmen.

Die guten Frauen von Safe Harbour ist ihr erster Roman. Bobbi French lebt in Halifax, Nova Scotia. 

Herausgeber ‏ : ‎ Diederichs (31. August 2022) 

Sprache ‏ : ‎ Deutsch 

Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 352 Seiten 

ISBN-10 ‏ : ‎ 3424351245 

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3424351248

 

 

Meine Einschätzung

Die Autorin hat mit ihrem Debütroman eine sehr einfühlsame Geschichte geschrieben. Vor dem Beginn ihres Schreiben war sie als Psychologin tätig. Das findet man in ihrem Schreibstil wieder, der sehr einfühlsam, behutsam, aber auch sehr lebendig ist. Ich bin von Anfang an in die Geschichte eingetaucht. Sie erzählt von Frances Delaney, einer schüchternen, zurückhaltenden Frau, die auf Neufundland lebt. Sie hat gerade erfahren, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Frances möchte nun die ihr verbleibende Zeit nutzen, um sich ihre Wünsche zu erfüllen. Außerdem möchte sie Frieden mit ihrer Vergangenheit schließen, denn sie hat ihre gleichaltrige Freundin aus den Augen verloren. Diese hat ihr Kraft gegeben, als ihr Vater bei einem Unfall umkam und daraufhin ihre Mutter in Depressionen versank. Damals war Frances 11 Jahre alt... Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihr und so flüchtet sie als Jugendliche aus dem kleinen Fischerdorf in die unbekannte große Stadt und muss lernen auf eigenen Beinen zu stehen. 

Als sie nun mit 58 Jahren an einem Hirntumor erkrankt, lehnt sie jede ärztliche Behandlung ab. Die 16 jährige Edie ist ihr eine große Hilfe... Wird es ihr gelingen ihre Träume noch wahr werden zu lassen und gibt es eine Versöhnung mit ihrer Freundin ? 

Es geht im Roman um Liebe, Freundschaft, schwere Entscheidungen im Angesicht des Todes, Abschied...Er weckt im Leser tiefe Gefühle und regt zum Nachdenken an, über den Sinn des Lebens, den Umgang mit schweren Erkrankungen, die Frage nach dem Sinn von selbstgewählten Suizid unter ärztlicher Aufsicht...Aber macht auch Mut, seine Träume nie aus dem Leben zu verscheuchen, sondern ihnen immer eine Chance zu geben, das eigene Leben schöner zu gestalten.